Thermische Bauphysik

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Energieeinsparverordnung 2007

Die ENEV in der aktuellen Fassung von 2007 sieht eine Unterteilung der Berechnungsmethode nach Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden vor.

Bei Neubauten gliedert sich die ENEV-Berechnung in folgende Arbeitsschritte.

  • Aufnahme der wärmeübertragenden Gebäudehülle (Anhand von Bauplänen, oder Aufmaß)
  • Zonierung des Gebäudes nach Nutzungen (nur bei Nichtwohngebäuden)
  • Berechnung der Wärmedurchlasskoeffizienten aller Bauteile der Gebäudehülle
  • Berechnung der Anlagenaufwandszahl der Haustechnischen Anlage
  • Erfassung der Beleuchtung, Klimaanlage, etc. (nur bei Nichtwohngebäuden)
  • Ermittlung des Primärenergiebedarfs und der Transmissionswärmeverluste

Dies ist natürlich nur ein grober Abriss der Arbeitsschritte um einen Überblick zu verschaffen.

Wichtig ist die frühzeitige Einbeziehung der Belange in die Planungsphase, so kann unter Einhaltung der ENEV die wirtschaftlichste Lösung erarbeitet werden.

Wärmebrückenberechnung
Eine Wärmebrückenberchnung kann aus verschiedenen Gründen erforderlich sein. Der häufigste Anlass ist eine Mögliche Tauwassergefahr und der damit verbundene Schimmelpilz.
Hintergrund ist, dass kalte Luft weniger Wasser speichern kann, als warme Luft. In Mitteleuropa ist es meist der Fall, dass eine Wasserdampfdiffusion von innen nach außen verläuft.
Trifft die warme, wassergesättigte Luft auf ein kaltes Bauteil, so kann die Luft das Wasser nicht mehr speichern und Tauwasser fällt an.
Kann diese Indikatorfeuchte  längerfristig nicht abgelüftet werden, so besteht die Gefahr der Schimmelpilzbildung.
Kriterium ist die Betrachtung nach DIN 4108-2

Desweiteren kann eine Wärmebrückenberechnung im Rahmen einer ENEV Betrachtung ausgeführt werden. Bei genauer Berechnung jeder einzelnen Wärmebrücke ist die ENEV-Berechnung  günstiger, da nicht der Pauschalwert angesetzt werden muss, der sehr auf der sicheren Seite liegt.

Thermische Simulation (Aufheizberechnung)
Die thermsche Simulation geht über eine Berechnung des sommerlichen Wärmeschutzes weit hinaus.

Beim sommerlichen Wärmeschutz (nach ENEV erforderlich, wenn der Fensterflächenanteil über 30% der Fassadenfläche in einer Orientierung beträgt) wird pauschal ermittelt welche Temperatur in einem bestimmten Raum auftreten kann.

Bei der thermischen Simulationsberechnung wird der Temperaturverlauf über mehrere Tage simuliert. Wichtige Kenngrößen sind die Nachtlüftung, die internen Wärmequellen, die Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile, etc.

Anhand der thermischen Simulation kann so sehr viel genauer und detailiierter der Temperaturverlauf z.B. eines Konferenzraumes im vorhinein abgeschätzt werden.

So erhält man eine Grundlage für die Dimensionierung von Klimaanlagen, Sonnenschutzvorrichtungen, Frischluftzufuhr, etc.

Bauphysikalische Messungen und Beratung
Das nachträgliche Aufspüren von Wärmebrücken mittels Infrarot Aufnahmen, oder die Messung der Mehrdimensionalen Feuchteverteilung eines Bauteils kann Aufschlüsse über mögliche Baumängel geben.

Im Rahmen energetischer Beratung oder der gutachtlichen Tätigkeit setzen wir sollche Hilfsmittel ein.

Denn nur wenn die Ursachen erkannt werden kann eine wirtschafltiche Sanierung und die damit verbundene energetische Qualität hergestellt werden.

Gerne beraten wir Sie persönlich zu den oben genannten Themen und zeigen Ihnen die notwendigen Arbeitsschritte auf.


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